2015: In das Licht

Die Suche nach der Überschrift für das Jahr 2015 ist schwierig verlaufen denn dieses Jahr hatte es, eigentlich aber auch wieder wie alle Jahre zuvor, wirklich in sich.

Wir verbachten den Jahreswechsel mit schweren Gedanken. Der durch wem auch immer auferlegte Fluch- so wollen wir es einmal bezeichnen- dass Frauen in unserer Band keine lange Verweildauer haben- schien sich fortzusetzen. Irgendwie wiederholt sich im Leben die Geschichte und irgendwie wird man, wenn man so Stur wie wir ist, nicht klug aus dem Leben, aber wir sind wie wir sind.

So nahm das Leben seinen Lauf die Geschichte setze sich fort und nach dem Hannes uns „reinen Wein“ eingeschenkt hatte dass seine Rückkehr eigentlich durch die Optik unserer Leadsängering inspiriert war, konnte an ein weitermachen nicht mehr gedacht werden. So lösten wir im März die Verbindung mit Hannes und auch gleich mit Nicki und nahmen zu Kenntnis: Aus Schaden werden wir nie klug….

Nun standen wir wieder da, das Schicksal beschwörend, kopfschüttelnd, händeringend und ungläubig warum das Leben solche Spiele mit uns spielt. Aber sicher nicht verzagt denn eine Türe geht zu und es wird dunkel und die nächste geht auf und es wird wieder hell.

So war es auch diesmal wieder. Wie wir so in unserem „Ledereck“ im Studio saßen bemerkten wir dass der Proberaum neben uns ausgeräumt wurde.

Darin machte ein gewisser Mike Kummer schon seit vielen Jahren was auch immer und auf unsere Nachfrage war dieser bereit unseren Kummer über das Schicksal zu lindern und mit uns gemeinsam Musik zu machen. Dies obwohl er eigentlich schon beschlossen hatte die Musiklaufbahn zu beenden. Wir sidn halt wirklich Überredungskünstler. Mike war ein Allroundtalent der wirklich extrem gut seine Gitarre beherrschte und auch sonst ein Perfektionist war. Leider waren wir aber in unser Leistungsbereitschaft zu unterschiedlich und so blieb es bei 3 treffen wo wir in freier Improvisation spielten. Die dabei einstudierte Nummer von Atreyu – Blow – war aber ein Highlight welches wir nicht missen wollen auch wenn Sie nie ganz fertig wurde….. 

Ebenso in diesem Proberaum, wo wir uns offensichtlich dazu entschlossen hatten hier grundsätzlich allen Hilfestellung zu geben, waren zwei „Typen“ die durch Mikes Entschluss quasi obdachlos geworden wärenbzw. Auch sind und denen wir ebenso „Unterschlupf“ anboten. Die Musikrichtung von Martin U. und Marvin C, kurz MMC genannt war irgendwo zwischen 80er Rock und Art Of Noise Sound angesetzt und ausgerüstet mit einem Turntable, Computer und einen Synthesizer machten Sie ab sofort in unserem Proberaum…..na ja, sagen wir auch Musik dazu! Sie selbst bezeichnen es als Töne…..Verstehen werden wir es deshalb nie aber es war wirklich nicht übel was hier im GZStudio von den beiden produziert wurde.

Wir drei übriggebliebenen wollten auf alle Fälle unserer Leidenschaft frönen und versuchen deshalb wieder einmal die harte Gangart einzulegen. Aber so wirklich hart war das alles nicht was aus dieser Zeit rauskam außer man findet dass Diamonds And Rust von Judas priest und Believe von Savatage die härtere Gangart sind…..

Die überschaubaren Gesangskünste von Tommy aber auch die fehlende Dynamic und Präzision im Spiel zu dritt legte sich wie ein Mantel des Schattens über uns. Das Licht war weit entfernt, das Ende schien schon näher zu kommen.

Irgendwann so in dieser Zeit des Frühjahres wurde auch beschlossen eine Exkursion nach Wacken zu starten. Zumindest wenn schon keine musikalischen Höhenflüge zu erwarten waren, zumindest Spaß wollten wir haben. Wacken das größte Metalfest der Welt war sodann der verbindende Punkt in unserem Dasein. Es wurde geplant und gerechnet und so ging es dann auch los. Mit dem Wohnwagen von „Animal“ fuhren wir, reichlichst mit Getränken und Essen ausgestattet in das „Holy Land“ nach Deutschland. 1250km in rund 20 Stunden sind zwar nicht schnell, aber das Ziel lohnte sich.

Angekommen gemeinsam mit Chris „Zoomi“ Tresper der uns für die Mitnahme des Equipments von Alkbottle, welche in der Beergarden Stage spielten und seiner Person selbst, einen VIP- Platz bei den Künstlern kurz Artists genannt besorgte, waren wir froh das wir in einer Regenpause einen Platz fanden welcher noch halbwegs Trocken war. Was wir dort erlebt haben bleibt aber dann auch dort und eigentlich könne wir uns eh nicht mehr erinnern denn wie heißt es: „Wer sich an Wacken erinnern kann, war nicht dort.

Das was bleibt ist die veränderte positive Einstellung von „Anmial“ zu Death Metal, die Nutzung von weißen Gummistiefeln von „Speedy, die Wlan Sorgen von „Zoomi“, die Orientierungsfähigkeit in jedem Zustand von „Noise“ und vor allem die neu gewonnenen Freunde aus dem Deutschen Lande. Unglaublich nette Typen mit denen wir sensationelle Zeiten verbrachten allen voran Dirk, Manuela und „Zwehn“.

Und vor allem das nasseste Wacken aller Zeiten….

Heil zurückgekommen stand der Entschluss fest, wir wollen wieder Gas geben selbst komponieren und Harry schaltete wieder einmal eine Annonce auf Bandsuche.at denn es fehlte dazu ja noch etwas an ……

In dieser Zeit verkaufte Emi schon die ersten Zubehör-Bestandteile seiner völlig sinnlos angehäuften Gitarrensammlung und einer dieser Käufer stellte sich als Speed-Metal-Gitarren-Virtuose heraus. Leider konnten wir keine triolischen 32tel in doubletime (oder so irgendwas) spielen und so war dieses Gastspiel von Adam nur von kurzer Dauer, verständlich, aus seiner Sicht aber auch aus unserer.

Ebenfalls über diese Plattform kam Chris Komarek zu uns. Dieser fügte sich rasch bei uns ein und sorgte sodann mit seiner ruhigen Art und seinem enormen Wissen über die Hintergünde von Bands und Nummern sofort für großes Interesse bei uns.

Dann meldete sich auch noch Miriam, eine ursprünglich „pakistanische Tänzerin“ welche schon bei der großen Chance war und hatte den Traum………..von der Jury- also uns-gab es aber nach nur einem Intermezzo ein klares und kurzes “leider nein“.

Irgendwie hatten wir dann die Idee, sozusagen „Licht ins Dunkel“ und wir entsannen uns auf einen kurzen „Jam“ mit Chris „Zoomi“ Tresper, welchen wir vor der Wacken Reise hatten. Dieser war so gut dass wir ihn kontaktierten und siehe da er kam sofort.

Die erste Probe mit Ihm, wir spielten Come Together von Beatles und einige Nummern der Rolling Stones haute uns beinahe um. Was sich hier bot war Rock in seiner absoluten Perfektion und Chris war der Sänger den wir schon immer gesucht hatten und konnte………perfekt zu unserem Niveau passend, auch noch Gitarre spielen.

Nach drei Proben hatten wir schon ein Miniprogramm zusammen, so schnell wie noch nie und waren voller Zuversicht für die weitere Zukunft.

Leider musste diese Phase des Lichts ohne unseren Speedy stattfinden denn nicht nur dass wir Berufsbedingt die Probentermine nach hinten schieben mussten, hatte dieser auch selbst jede Menge Arbeit im Jahresendgeschäft. So hoffen wir nun, dass sich dies bessert und wir wieder zu einander finden.

Im November zogen unsere Mitbewohner Marvin und Martin leider wieder aus aber mit der klaren Ansage wieder zu kommen.

Der Spitzname für Chris war auch rasch gefunden denn seine „Captain Morgan Session“ anlässlich der vorletzten Probe des Jahres war legendär was auch unser Besucher Marvin hautnah miterlebte.

Bei der letzten Probe wurde Zoomi kurzerhand von uns umbenannt denn sein wahrer und echter Nickname kann nur „Handy“ sein, denn eine Kamera hat er selten bis nie in der Hand gehabt aber sein Handy hat er, so fühlen wir es, immer in der Hand.

Wir werden nun versuchen dem Chenre Classic-Rock Ehre zu machen und mit Handy-Chris, Captain-Chris, Speedy-Tommy, Noise-Emi und Animal-Harry haben wir die Truppe zusammen die es dazu brauchen würde….

In der Hoffnung, welche ja immer „zuletzt stirbt“ gehen wir in den Jahreswechsel und freuen uns auf die kommende Zeit.

 

 

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